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Miriam Henninger

Miriam Henninger

Vor meinem Start bei fairjeans war ich als Produktentwicklerin für große Modelabels tätig. Die Arbeit machte mir Spaß, doch mit der konventionellen Kleiderproduktion und dem ständigen Wechsel des modischen Anspruchs von Saison zu Saison konnte ich mich immer weniger identifizieren. Zu fairjeans bin ich gekommen, weil ich mittelfristig einen neuen Job suchte und weil mir auch im Beruf Ehrlichkeit und Respekt sehr wichtig sind. Und es hat mir imponiert, was Walter und einige andere bei fairjeans schon so alles auf die Beine gestellt hatten. Hey, das war doch genau mein Ding! Wenn ich heute im Laden stehe und mich mit Kunden unterhalte, gibt mir das viel Selbstbestätigung.

Wir haben etwas angepackt, was den Menschen wichtig ist. Zum Glück, denn gute Arbeitsbedingungen und nachhaltige Rohstoffproduktion müssen langfristig Standard werden, nicht nur bei Lebensmitteln. Noch ist Bio-Mode ein Nischengeschäft. Das soll sich aber langfristig ändern. Derzeit habe ich genau wie Walter erst mal privates Geld in fairjeans gesteckt, Löhne zahlen wir uns momentan noch nicht aus. Wenn aber alles weiter gut läuft, werden wir uns in einiger Zeit unseren eigenen Job geschaffen haben.

 

Walter Blauth

Walter Blauth

Fairjeans ist für mich eine Möglichkeit, etwas zu tun, nicht nur zu reden. Ich komme aus Polen, lebe und arbeite aber schon seit über 25 Jahren in Deutschland. Als Student war ich  bei "Solidarność" aktiv und wir haben unser Leben riskiert, um unsere Ziele auf der Straße durchzusetzen."Solidarność" hat uns gezeigt, dass man aktiv werden muss, wenn man etwas verändern will. So ging es mir auch, als ich etwas über die konventionelle Jeansproduktion erfahren habe, wo der Raubbau an Mensch und Natur der Standard ist.
Als ich in Polen eine zertifizierte Fair-Trade-Produktionsstätte für Bekleidung besuchte, wurde mir klar, dass es auch anders geht. Das war der Beginn von fairjeans. Ich bin nicht der Weltverbesserer. Für mich ist fairjeans auch ein Symbol. Ein Symbol, dass die Achtung vor dem Anderen in der Produktion von Kleidung möglich ist. Wenn ich bei uns im Laden Kunden berate und weiß, dass ich den Menschen rundum gute Ware anbiete und dass die Leute zufrieden sind, dann ist das Glück pur. Dann denkst Du: Wow! Das sind solche Momente, wo Du überzeugt bist: das ist das Richtige, was Du tust.

 

Entstehung von fairjeans

fairjeans

Wir sind ganz ehrlich: am Anfang wollten wir nicht die „einfach-gute-Jeans“ entwickeln. Wir wollten zeigen, dass man Jeans statt in Asien auch zu fairen Löhnen und aus nachhaltigen Rohstoffen in Europa produzieren kann. Wir wollten ganz viele Jeans-Modelle, sogar in rot und weiß! Doch unser Kapital reichte erst mal nur für ein einziges Modell, immerhin in drei Waschungen. In unserem eigenen kleinen neu eröffneten Laden waren wir dann total überrascht: die Leute fanden diese Reduktion gut. Rund 80 Prozent der Männer, die in den Laden kamen, kauften die Jeans. Offensichtlich, eher durch Zufall, hatten wir ein Modell entwickelt, das an fast allen Männern super sitzt. Und da wir selbst auch nicht die großen Konsum-Fanatiker sind, sagten wir uns: das bleibt so. Genau so passt es!

                                           fairjeans